Trennung / Scheidung

Wenn Paare sich trennen, ist dies immer ein schmerzlicher Einschnitt in die Lebensplanung und den Alltag.

 

Ängste, Unsicherheit und die Sorge um die Kinder belasten zusätzlich. Kinder sind von einer Trennung besonders betroffen. Sie lieben beide Eltern und müssen nun erleben, wie ihre Familie zerbricht.

 

Eltern können viel dazu beitragen, dass ihre Kinder die Trennungsphase unbeschadet durchleben und gut mit der neuen Familiensituation zurechtkommen.

 

Wir beraten und unterstützen Eltern bei der Bewältigung dieser schwierigen Lebensphase. Ausreichend kann ein einmaliges Beratungsgespräch sein, aber auch die Betreuung über einen längeren Zeitraum im Rahmen des Begleiteten Umgangs ist möglich.

 

 

KiB


Wir freuen uns, dass mit Hilfe der Zuwendung aus Bußgeldern des Berliner Sammelfonds zwei unserer Fachkräfte im BU zu zertifizierten "KiB - Trainern" ausgebildet werden.

Das Elterntraining "Kinder im Blick" unterstützt Eltern in Trennung dabei, die Herausforderungen der Trennungskrise und der Zeit danach besser zu bewältigen. Dabei richtet das Training den Fokus sowohl auf die Selbstfürsorge der Eltern als auch auf die Bedürfnisse des Kindes und den Umgang mit dem anderen Elternteil. Ein Gruppentraining, das Eltern konkrete und praxisnahe Hinweise zum Umgang mit der Trennungssituation gibt. Praktische Tipps werden im Austausch mit der Gruppe erprobt.

 

Die Ausbildung wird im April 2018 abgeschlossen sein und dann können wir bei SEHstern e. V. auch "KiB-Elternkurse" anbieten. Sobald Termine feststehen, werden wir sie hier veröffentlichen.

 

 

 

 

Mediation

Fast immer entstehen in familiären Krisen oder bei einer Trennung / Scheidung Konflikte und Streitigkeiten. Meist geht es dabei um die gemeinsamen Kinder, Finanzen, das erarbeitete Vermögen, die Wohnung. Eine Trennung oder Scheidung verändert die Lebenssituation der ganzen Familie und ist oft ein schmerzhafter Prozess. Trauer, Verzweiflung, Angst, Wut und Enttäuschung können zu heftigen, scheinbar unlösbaren Auseinandersetzungen führen. 

Mediation ist eine Möglichkeit, in diesen Situationen mit Hilfe eines neutralen Mediators gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

Was ist Mediation?

  • der Versuch, Konflikte und Streitigkeiten mit Selbstachtung, Würde und Respekt zu lösen,
  • Weg der Klärung, Abgrenzung und Neugestaltung familiärer Beziehungen,
  • Hilfe zur eigenverantwortlichen Regelung der Folgen durch einen neutralen Mediator,
  • Möglichkeit für die Konfliktpartner, die jeweils unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse kennen und verstehen zu lernen,
  • Konfliktpartner willigen nur aus eigenem freien Entschluss in eine Kompromissregelung ein
  • vertraulicher Verhandlungsprozess mit für beide Konfliktpartner fairen Ergebnissen,
  • ein außergerichtliches Vermittlungsangebot bei Trennung oder Scheidung.

 

Rahmenbedingungen

  • In der Regel werden drei bis zehn Mediationssitzungen benötigt, um alle offenen Probleme und Streitpunkte bezüglich der Trennung zu bearbeiten.
  • Die Mediatoren verhalten sich neutral und unterstützen beide Konfliktpartner bei der Findung von Lösungen und deren Formulierungen.
  • Die Mediatoren arbeiten immer im Team Mann – Frau
  • Die Mediatoren unterliegen der Schweigepflicht und vertreten keinen der Konfliktpartner, z. B. im gerichtlichen Verfahren.
  • Mit Hilfe der Mediatoren können auch schriftliche Vereinbarungen getroffen werden, die nach juristischer Prüfung, z. B. als Grundlage für einen Scheidungsvergleich, dienen können.
  • Mediation ist eine effiziente aber auch kostenpflichtige Beratungsform (einkommensabhängig).

Begleiteter Umgang

Für Kinder ist es wichtig, einen regelmäßigen Kontakt zu beiden Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen zu haben. Die Eltern sind zum Umgang mit dem Kind berechtigt, aber auch verpflichtet. Mutter Kind Vater

Wenn es den Eltern aufgrund von Meinungsverschiedenheiten nicht gelingt, Umgangsthemen sachlich und lösungsorientiert zu klären, kann durch einen Begleiteten Umgang kompetente Unterstützung gegeben werden. Auch für Geschwister, Großeltern, Stiefeltern und ehemalige Pflegeeltern kann der Begleitete Umgang die Möglichkeit bieten, mit dem Kind in Kontakt zu kommen oder zu bleiben.
 
 
Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich sehr gerne an Frau Wilmes (Fachbereichsleitung) wenden, die Kontaktdaten finden sie im Kasten rechts.